yat sāńkhyaiḥ prāpyate sthānaḿ
tad yogair api gamyate
ekaḿ sāńkhyaḿ ca yogaḿ ca
yaḥ paśyati sa paśyati
yat — was; sÄá¹…khyaiḥ — mittels sÄá¹…khya-Philosophie; prÄpyate — wird erreicht; sthÄnam — Stellung; tat — diese; yogaiḥ — durch hingebungsvollen Dienst; api — auch; gamyate — man kann erreichen; ekam — eins; sÄá¹…khyam — analytisches Studium; ca — und; yogam — Tätigkeit in Hingabe; ca — und; yaḥ — jemand, der; paÅ›yati — sieht; saḥ — er; paÅ›yati — sieht wirklich.
ERLÄUTERUNG: Der wahre Zweck philosophischen Forschens besteht darin, das endgültige Ziel des Lebens zu finden. Weil das endgültige Ziel des Lebens Selbstverwirklichung ist, unterscheiden sich die Schlußfolgerungen der beiden oben erwähnten Vorgänge nicht voneinander. Durch die philosophische Forschung des saṅkhya gelangt man zu der Schlußfolgerung, daß das Lebewesen nicht ein Bestandteil der materiellen Welt, sondern ein Teil des höchsten spirituellen Ganzen ist. Folglich hat die spirituelle Seele nichts mit der materiellen Welt zu tun; ihre Handlungen müssen irgendwie in Beziehung zum Höchsten stehen. Erst wenn sie im Krsna-Bewußtsein handelt, nimmt sie ihre wesensgemäße Stellung ein. Durch den ersten Vorgang, saṅkhya, muß man sich von der Materie lösen, und durch den yoga-Vorgang der Hingabe muß man Anhaftungen an Tätigkeiten im Krsna-Bewußtsein entwickeln. Im Grunde sind beide Vorgänge gleich, obwohl oberflächlich betrachtet der eine Loslösung und der andere Anhaftung mit sich bringt. Loslösung von Materie und Anhaftung an Krsna sind jedoch das gleiche. Wer das verstehen kann, sieht die Dinge, wie sie sind.