uccaiḥśravasam aśvānāḿ
viddhi mām amṛtodbhavam
airāvataḿ gajendrāṇāḿ
narāṇāḿ ca narādhipam
uccaiḥśravasam — UccaiḥśravÄ; aÅ›vÄnÄm — unter den Pferden; viddhi — wisse; mÄm — Mich; amá¹›ta-udbhavam — durch das Quirlen des Ozeans hervorgebracht; airÄvatam — AirÄvata; gaja-indrÄṇÄm — von den Elefantenfürsten; narÄṇÄm — unter den Menschen; ca — und; nara-adhipam — der König.
ERLÄUTERUNG: Die gottgeweihten Halbgötter und die Dämonen (asuras) quirlten einst gemeinsam das Meer. Durch dieses Quirlen wurden Nektar und Gift erzeugt, und Siva trank das Gift. Aus dem Nektar wurden viele Wesen hervorgebracht, und eines von ihnen war ein Pferd namens Uccaihsrava. Ein anderes Tier, das aus dem Nektar erzeugt wurde, war ein Elefant namens Airavata. Weil diese beiden Tiere aus dem Nektar erzeugt wurden, kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu, und sie sind Repräsentanten Krsnas.
Unter den Menschen ist der König der Repräsentant Krsnas, denn Krsna ist der Erhalter des Universums, und die Könige, die aufgrund ihrer gottesfürchtigen Eigenschaften in ihr Amt eingesetzt wurden, sind die Erhalter ihres Königreichs. Könige wie Maharaja Yudhisthira, Maharaja Pariksit und Sri Rama waren in höchstem Maße fromme Könige, die ständig auf das Wohl der Bürger bedacht waren. Gemäß den vedischen Schriften gilt der König als Repräsentant Gottes. Im jetzigen Zeitalter jedoch ist mit dem Niedergang der religiösen Prinzipien allmählich auch die Monarchie verfallen und ist nun schließlich sogar abgeschafft worden. Es ist jedoch eine Tatsache, daß die Menschen in der Vergangenheit unter der Herrschaft rechtschaffener Könige glücklicher waren.