yato yato niścalati
manaś cañcalam asthiram
tatas tato niyamyaitad
ātmany eva vaśaḿ nayet
yataḥ yataḥ — wohin auch immer; niÅ›calati — wird sehr aufgewühlt; manaḥ — der Geist; cañcalam — flatterhaft; asthiram — unstet; tataḥ tataḥ — von dort; niyamya — regulierend; etat — diesen; Ätmani — im Selbst; eva — gewiß; vaÅ›am — Herrschaft; nayet — man muß bringen unter.
ERLÄUTERUNG: Der Geist ist von Natur aus flatterhaft und unstet. Ein selbstverwirklichter yogi jedoch muß den Geist beherrschen; der Geist sollte nicht ihn beherrschen. Wer den Geist beherrscht (und damit auch die Sinne), wird gosvami oder svami genannt, und wer vom Geist beherrscht wird, wird go-dasa, Diener der Sinne, genannt. Ein gosvami weiß, was wahre Sinnenfreude ist, nämlich Sinnenfreude auf der transzendentalen Ebene, auf der die Sinne im Dienste Hrsikesas, Krsnas, des höchsten Besitzers der Sinne, beschäftigt sind. Krsna mit geläuterten Sinnen zu dienen wird Krsna-Bewußtsein genannt. Dies ist der Vorgang, um die Sinne völlig unter Kontrolle zu bringen, und darüber hinaus ist es auch die höchste Vollkommenheit des yoga.