yuktaḥ karma-phalaḿ tyaktvā
śāntim āpnoti naiṣṭhikīm
ayuktaḥ kāma-kāreṇa
phale sakto nibadhyate
yuktaḥ — derjenige, der im hingebungsvollen Dienst tätig ist; karma- phalam — die Ergebnisse aller Tätigkeiten; tyaktvÄ â€” aufgebend; Å›Äntim — vollkommenen Frieden; Äpnoti — erreicht; naiá¹£á¹hikÄ«m — unerschütterlichen; ayuktaḥ — jemand, der nicht Kṛṣṇa-bewußt ist; kÄma-kÄreṇa — um das Ergebnis seiner Tätigkeiten zu genießen; phale — im Ergebnis; saktaḥ — angehaftet; nibadhyate — wird verstrickt.
ERLÄUTERUNG: Der Unterschied zwischen einem Menschen im Krsna-Bewußtsein und einem Menschen im körperlichen Bewußtsein liegt darin, daß der erstere an Krsna angehaftet ist und der letztere an die Ergebnisse seiner Tätigkeiten. Derjenige, der an Krsna angehaftet ist und allein für Ihn handelt, befindet sich auf der Stufe der Befreiung und begehrt nicht die Ergebnisse seiner Tätigkeiten. Im Bhagavatam wird erklärt, daß die Ursache aller Sorgen um das Ergebnis einer Tätigkeit darin besteht, daß man unter der Auffassung von Dualität handelt, das heißt ohne Wissen von der Absoluten Wahrheit. Krsna ist die Höchste Absolute Wahrheit, die Persönlichkeit Gottes. Im Krsna- Bewußtsein gibt es keine Dualität, denn alles, was existiert, ist ein Produkt der Energie Krsnas, und Krsna ist absolut gut. Deshalb befinden sich Tätigkeiten im Krsna-Bewußtsein auf der absoluten Ebene; sie sind transzendental und ziehen keine materiellen Reaktionen nach sich. Daher ist man im Krsna-Bewußtsein von Frieden erfüllt. Wer jedoch in Profitkalkulationen für Sinnenbefriedigung verstrickt ist, kann diesen Frieden nicht finden. Das Geheimnis des Krsna-Bewußtseins besteht also darin, zu erkennen, daß es nichts außerhalb von Krsna gibt, und diese Erkenntnis bildet die Ebene von Frieden und Furchtlosigkeit.