utsīdeyur ime lokā
na kuryāḿ karma ced aham
sańkarasya ca kartā syām
upahanyām imāḥ prajāḥ
utsÄ«deyuḥ — würden zugrunde gehen; ime — all diese; lokÄḥ — Welten; na — nicht; kuryÄm — Ich führe aus; karma — vorgeschriebene Pflichten; cet — wenn; aham — Ich; saá¹…karasya — unerwünschter Bevölkerung; ca — und; kartÄ â€” Schöpfer; syÄm — würde sein; upahanyÄm — würde zerstören; imÄḥ — all diese; prajÄḥ — Lebewesen.
ERLÄUTERUNG: Varna-saṅkara ist unerwünschte Bevölkerung, die den Frieden der Allgemeinheit stört. Um diese soziale Störung zu vermeiden, gibt es vorgeschriebene Regeln und Richtlinien, die der Gesellschaft automatisch zu Frieden und Ordnung verhelfen, so daß spiritueller Fortschritt im Leben möglich ist. Wenn Sri Krsna erscheint, richtet Er Sich natürlich nach solchen Regeln und Vorschriften, um deren Ansehen zu erhalten und auf deren Wichtigkeit hinzuweisen. Der Herr ist der Vater aller Lebewesen, und wenn die Lebewesen irregeführt werden, fällt die Verantwortung indirekt auf den Herrn. Daher erscheint der Herr Selbst, wenn die regulierenden Prinzipien allgemein mißachtet werden, und berichtigt die Gesellschaft. Wir müssen dem Beispiel des Herrn folgen, aber gleichzeitig sollten wir sorgsam zur Kenntnis nehmen, daß wir Ihn nicht imitieren können. Folgen und Imitieren ist nicht dasselbe. Wir können den Herrn nicht nachahmen, indem wir den Govardhana-Hügel hochheben, wie Er es in Seiner Kindheit tat. Das ist für keinen Menschen möglich. Wir müssen Seinen Anweisungen folgen, doch wir dürfen Ihn niemals imitieren. Das Srimad-Bhagavatam (10.33.30–31) bestätigt dies wie folgt:
naitat samacarej jatu
manasapi hy anisvarah
vinasyaty acaran maudhyad
yatharudro ’bdhi-jam visam
isvaranam vacah satyam
tathaivacaritam kvacit
tesam yat sva-vaco-yuktam
buddhimams tat samacaret
„Man sollte einfach den Anweisungen des Herrn und Seiner ermächtigten Diener folgen. All ihre Anweisungen sind gut für uns, und jeder intelligente Mensch wird sich genau nach ihnen richten. Man sollte sich jedoch vor dem Versuch hüten, ihre Taten nachzuahmen. Man sollte nicht versuchen, ein Meer von Gift leerzutrinken, so wie Siva es tat.“
Wir müssen uns immer darüber bewußt sein, daß die Stellung der isvaras, derer, die tatsächlich die Bewegung der Sonne und des Mondes lenken können, uns übergeordnet ist. Ohne selbst über solche Fähigkeiten zu verfügen, kann man die isvaras, die übermenschliche Macht besitzen, nicht nachahmen. Siva trank ein ganzes Meer von Gift, aber wenn ein gewöhnlicher Mensch versucht, auch nur eine kleine Menge solchen Giftes zu trinken, wird er den Tod finden. Es gibt viele Pseudogeweihte Sivas, die gañja (Marihuana) und ähnliche berauschende Drogen rauchen, dabei jedoch vergessen, daß sie durch dieses Imitieren von Sivas Taten ihren eigenen Tod schnell herbei rufen. Ebenso gibt es Pseudogeweihte von Sri Krsna, die mit Vorliebe Seinen rasa-lila, Seinen Tanz der Liebe, nachahmen, aber vergessen, daß sie unfähig sind, den Govardhana-Hügel hochzuheben. Es ist daher das beste, nicht zu versuchen, die Mächtigen nachzuahmen, sondern einfach ihren Anweisungen zu folgen; auch sollte man nicht versuchen, ihre Stellung einzunehmen, ohne dafür qualifiziert zu sein. Es gibt so viele, die sich als „Inkarnationen“ Gottes ausgeben, aber keiner von ihnen besitzt die Macht Gottes.