pitāsi lokasya carācarasya
tvam asya pūjyaś ca gurur garīyān
na tvat-samo 'sty abhyadhikaḥ kuto 'nyo
loka-traye 'py apratima-prabhāva
pitÄ â€” der Vater; asi — Du bist; lokasya — der gesamten Welt; cara — sich bewegend; acarasya — und sich nicht bewegend; tvam — Du bist; asya — von diesem; pÅ«jyaḥ — verehrenswert; ca — auch; guruḥ — Meister; garÄ«yÄn — ruhmreich; na — niemals; tvat-samaḥ — Dir gleich; asti — es gibt; abhyadhikaḥ — größer; kutaḥ — wie ist es möglich; anyaḥ — anderer; loka- traye — in den drei Planetensystemen; api — auch; apratima-prabhÄva — o grenzenlose Macht.
ERLÄUTERUNG: Krsna, die Höchste Persönlichkeit Gottes, ist verehrenswert, genauso wie ein Vater für seinen Sohn verehrenswert ist. Er ist der spirituelle Meister, weil Er am Anfang die vedischen Lehren zu Brahma herabreichte und sie auch jetzt, in Form der Bhagavad-gita, Arjuna vermittelt. Deshalb ist Er der ursprüngliche spirituelle Meister, und jeder echte spirituelle Meister der heutigen Zeit muß in der Schülernachfolge stehen, die von Krsna ausgeht. Ohne ein Repräsentant Krsnas zu sein, ist es nicht möglich, spiritueller Meister oder ein Lehrer transzendentaler Themen zu werden.
Dem Herrn werden in jeder Hinsicht Ehrerbietungen dargebracht. Er ist von unermeßlicher Größe. Niemand kann größer sein als die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krsna, denn es gibt niemanden – ob in der spirituellen oder materiellen Welt –, der Krsna gleichkommt oder Ihn übertrifft. Jeder ist Ihm untergeordnet. Niemand kann Ihn überragen. Hierzu heißt es in der Svetasvatara Upanisad (6.8):
na tasya karyam karanam ca vidyate
na tat-samas cabhyadhikas ca drsyate
Der Höchste Herr, Krsna, hat Sinne und einen Körper wie der gewöhnliche Mensch, doch für Ihn besteht kein Unterschied zwischen Seinen Sinnen, Seinem Körper, Seinem Geist und Ihm Selbst. Törichte Menschen, die Ihn nicht vollkommen verstehen, behaupten, Krsna sei von Seiner Seele, Seinem Geist, Seinem Herzen und allem anderen verschieden. Aber Krsna ist absolut, und deshalb sind Seine Taten und Seine Kräfte ebenfalls absolut. In den Schriften heißt es auch, daß Seine Sinne zwar nicht wie die unseren sind, daß Er aber dennoch alle Sinnestätigkeiten ausführen kann; folglich sind Seine Sinne weder unvollkommen noch begrenzt. Niemand kann größer sein als Er, niemand kann Ihm gleichkommen, und jeder ist Ihm untergeordnet.
Das Wissen, die Stärke und die Taten der Höchsten Persönlichkeit sind allesamt transzendental. Hierzu heißt es in der Bhagavad-gita (4.9):
janma karma ca me divyam
evam yo vetti tattvatah
tyaktva deham punar janma
naiti mam eti so ’rjuna
Jeder, der Krsnas transzendentalen Körper, Seine Taten und Seine Vollkommenheit kennt, kehrt nach Verlassen des Körpers zu Ihm zurück und kommt nicht wieder in diese leidvolle Welt zurück. Daher sollte man sich darüber bewußt sein, daß Krsnas Taten von denen anderer Lebewesen verschieden sind. Das beste ist, den Prinzipien Krsnas zu folgen; das wird einen zur Vollkommenheit führen. Es steht auch geschrieben, daß es niemanden gibt, der Krsnas Meister ist; jeder ist Sein Diener. Dies wird im Caitanya-caritamrta (Ādi 5.142) bestätigt: ekale isvara krsna, ara saba bhrtya. Allein Krsna ist Gott; jeder andere ist Sein Diener. Jeder fügt sich Seinen Anordnungen. Es gibt niemanden, der sich Seinen Anordnungen widersetzen könnte. Jeder handelt nach Seiner Weisung, da jeder Seiner Oberaufsicht untersteht. Wie es in der Brahma-samhita heißt, ist Er die Ursache aller Ursachen.