ādityānām ahaḿ viṣṇur
jyotiṣāḿ ravir aḿśumān
marīcir marutām asmi
nakṣatrāṇām ahaḿ śaśī
ÄdityÄnÄm — von den Ä€dityas; aham — Ich bin; viṣṇuḥ — der Höchste Herr; jyotiá¹£Äm — von den Leuchtkörpern; raviḥ — die Sonne; aá¹Å›umÄn — strahlend; marÄ«ciḥ — MarÄ«ci; marutÄm — von den Maruts; asmi — Ich bin; naká¹£atrÄṇÄm — von den Sternen; aham — Ich bin; Å›aśī — der Mond.
ERLÄUTERUNG: Es gibt zwölf Ādityas, von denen Krsna das Oberhaupt ist. Von all den Leuchtkörpern, die am Himmel strahlen, steht die Sonne an erster Stelle, und in der Brahma-samhita wird die Sonne als das leuchtende Auge des Höchsten Herrn bezeichnet. Es gibt fünfzig Arten von Winden, die im Raum wehen, und von diesen Winden ist Marici die herrschende Gottheit und repräsentiert daher Krsna.
Unter den Sternen am Nachthimmel ist der Mond der hellste, und daher repräsentiert er Krsna. Aus diesem Vers geht hervor, daß der Mond zu den Sternen gehört; folglich reflektieren die Sterne, die am Himmel funkeln, ebenfalls das Licht der Sonne. Die Theorie, daß es viele Sonnen im Universum gibt, wird von der vedischen Literatur nicht bestätigt. Es gibt nur eine Sonne, und genauso wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, tun dies auch die Sterne. Da die Bhagavad-gita hier erklärt, daß der Mond zu den Sternen gehört, sind die funkelnden Sterne keine Sonnen, sondern lassen sich mit dem Mond vergleichen.