na ca śaknomy avasthātuḿ
bhramatīva ca me manaḥ
nimittāni ca paśyāmi
viparītāni keśava
na — nicht; ca — auch; Å›aknomi — bin ich imstande; avasthÄtum — zu bleiben; bhramati — vergessend; iva — wie; ca — und; me — mein; manaḥ — Geist; nimittÄni — verursacht; ca — auch; paÅ›yÄmi — ich sehe; viparÄ«tÄni — genau das Gegenteil; keÅ›ava — o Töter des Dämons Keśī (Kṛṣṇa).
ERLÄUTERUNG: Aufgrund seiner Verstörtheit war es Arjuna nicht möglich, länger auf dem Schlachtfeld zu bleiben, und wegen dieser inneren Schwäche war er sehr verwirrt. Daß man in einen solch verwirrten Daseinszustand gerät, ist auf übermäßige Anhaftung an materielle Dinge zurückzuführen. Bhayam dvitiyabhinivesatah syat (Bhagavatam 11.2.37): Solche Furcht und der Verlust der Ausgeglichenheit des Geistes treten bei Menschen auf, die zu sehr von materiellen Umständen beeinflußt werden. Arjuna sah in dieser Schlacht nur Leid und Unglück voraus – selbst wenn er den Feind besiegen würde, könnte er nicht glücklich sein. Die Worte nimittani viparitani sind von Bedeutung. Wenn ein Mensch in seinen Erwartungen nur Enttäuschung sieht, denkt er: „Warum bin ich überhaupt hier?“ Jeder ist an sich selbst und seinem eigenen Wohl interessiert. Niemand interessiert sich für das Höchste Selbst. Durch Krsnas Willen befindet sich hier auch Arjuna in Unwissenheit über das wahre Selbstinteresse. Das wahre Selbstinteresse liegt in Visnu, oder Krsna, doch die bedingte Seele vergißt dies und erfährt deshalb materielles Leid. Arjuna dachte, sein Sieg in der Schlacht werde für ihn nur ein Grund zum Klagen sein.