moghāśā mogha-karmāṇo
mogha-jñānā vicetasaḥ
rākṣasīm āsurīḿ caiva
prakṛtiḿ mohinīḿ śritāḥ
mogha-ÄÅ›Äḥ — in ihren Hoffnungen enttäuscht; mogha-karmÄṇaḥ — in fruchtbringenden Handlungen gescheitert; mogha-jñÄnÄḥ — im Wissen getäuscht; vicetasaḥ — verwirrt; rÄká¹£asÄ«m — dämonisch; ÄsurÄ«m — atheistisch; ca — und; eva — gewiß; praká¹›tim — Natur; mohinÄ«m — verwirrend; Å›ritÄḥ — Zuflucht nehmend bei.
ERLÄUTERUNG: Es gibt viele Gottgeweihte, die sich selbst für Krsna- bewußt halten und glauben, in Hingabe zu dienen, die aber in ihrem Herzen die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krsna, nicht als die Absolute Wahrheit anerkennen. Sie werden die Frucht des hingebungsvollen Dienstes, die Rückkehr zu Gott, niemals kosten. In ähnlicher Weise werden auch diejenigen, die fruchtbringenden, frommen Tätigkeiten nachgehen und letztlich hoffen, von der materiellen Verstrickung befreit zu werden, niemals erfolgreich sein, weil sie die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krsna, mißachten. Mit anderen Worten, Menschen, die Krsna verspotten, müssen als dämonisch oder atheistisch angesehen werden. Wie im Siebten Kapitel der Bhagavad-gita beschrieben wird, ergeben sich solche dämonischen Schurken Krsna niemals. Ihre gedanklichen Spekulationen, mit deren Hilfe sie die Absolute Wahrheit erreichen wollen, führen sie vielmehr zu der falschen Schlußfolgerung, das gewöhnliche Lebewesen und Krsna seien ein und dasselbe. Mit dieser falschen Überzeugung glauben sie, der menschliche Körper sei jetzt einfach von der materiellen Natur bedeckt, und sobald man von diesem materiellen Körper befreit sei, gäbe es keinen Unterschied mehr zwischen Gott und einem selbst. Dieser Versuch, mit Krsna eins zu werden, wird scheitern, da er auf Verblendung beruht. Eine solche atheistische und dämonische Kultivierung spirituellen Wissens ist stets vergebens. Das ist die Aussage dieses Verses. Der Versuch solcher Menschen, mit Hilfe der vedischen Schriften wie des Vedanta-sutra und der Upanisaden Wissen zu kultivieren, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Es ist daher ein schweres Vergehen, Krsna, die Höchste Persönlichkeit Gottes, für einen gewöhnlichen Menschen zu halten. Diejenigen, die so denken, sind zweifellos verblendet, denn sie können die ewige Gestalt Krsnas nicht verstehen. In der Brhad-visnu-smrti heißt es unmißverständlich:
yo vetti bhautikam deham
krsnasya paramatmanah
sa sarvasmad bahis-karyah
srauta-smarta-vidhanatah
mukham tasyavalokyapi
sa-celam snanam acaret
„Jemand, der den Körper Krsnas als materiell betrachtet, sollte von allen Ritualen und Handlungen der sruti und smrti ausgeschlossen werden, und wenn man zufällig sein Gesicht sieht, sollte man sofort ein Bad im Ganges nehmen, um sich vor einer Ansteckung zu bewahren.“ Die Menschen verhöhnen Krsna, weil sie die Höchste Persönlichkeit Gottes beneiden. Sie erwartet mit Sicherheit das Schicksal, immer wieder in den atheistischen und dämonischen Lebensformen geboren zu werden. Fortwährend wird ihr wahres Wissen unter dem Schleier der Täuschung verborgen bleiben, und allmählich werden sie in den finstersten Bereich der Schöpfung hinabsinken.