puṇyo gandhaḥ pṛthivyāḿ ca
tejaś cāsmi vibhāvasau
jīvanaḿ sarva-bhūteṣu
tapaś cāsmi tapasviṣu
puṇyaḥ — ursprünglicher; gandhaḥ — Duft; pá¹›thivyÄm — in der Erde; ca — auch; tejaḥ — Hitze; ca — auch; asmi — Ich bin; vibhÄvasau — im Feuer; jÄ«vanam — Leben; sarva — in allen; bhÅ«teá¹£u — Lebewesen; tapaḥ — Entsagung; ca — auch; asmi — Ich bin; tapasviá¹£u — in denjenigen, die sich Entsagung auferlegen.
ERLÄUTERUNG: Punya bezieht sich auf das, was nicht verdorben ist, auf das Ursprüngliche. Alles in der materiellen Welt hat einen bestimmten Geruch oder Duft, wie zum Beispiel der Duft einer Blume oder der Duft in der Erde, im Wasser, im Feuer, in der Luft usw. Der unvermischte Duft, der ursprüngliche Duft, der alles durchdringt, ist Krsna. Ebenso hat alles einen bestimmten ursprünglichen Geschmack, und dieser Geschmack kann durch die Vermischung mit chemischen Stoffen verändert werden. Alles Ursprüngliche hat also einen bestimmten Geruch, einen bestimmten Duft und einen bestimmten Geschmack. Vibhavasu bedeutet Feuer. Ohne Feuer sind wir nicht in der Lage, Fabriken zu unterhalten, zu kochen und vieles mehr, und dieses Feuer ist Krsna, ebenso wie die Hitze im Feuer Krsna ist. Der vedischen Medizin zufolge haben Verdauungsstörungen ihre Ursache in einer zu niedrigen Temperatur im Magen. Selbst für die Verdauung ist also Feuer notwendig. Im Krsna-Bewußtsein erkennen wir, daß Erde, Wasser, Feuer, Luft und jedes aktive Prinzip wie auch alle chemischen Stoffe und materiellen Elemente ihren Ursprung in Krsna haben. Auch die Lebensdauer eines Menschen hängt von Krsna ab. Durch die Gnade Krsnas kann deshalb ein Mensch sein Leben verlängern oder verkürzen. Krsna-Bewußtsein wirkt also in jedem Bereich.