ye hi saḿsparśa-jā bhogā
duḥkha-yonaya eva te
ādy-antavantaḥ kaunteya
na teṣu ramate budhaḥ
ye — jene; hi — gewiß; saá¹sparÅ›a-jÄḥ — durch Berührung mit den materiellen Sinnen; bhogÄḥ — Genuß; duḥkha — Leid; yonayaḥ — Quellen von; eva — gewiß; te — sie sind; Ädi — Anfang; anta — Ende; vantaḥ — unterworfen; kaunteya — o Sohn KuntÄ«s; na — niemals; teá¹£u — an diesen; ramate — findet Freude; budhaḥ — der Intelligente.
ERLÄUTERUNG: Materielle Sinnenfreuden entstehen aus dem Kontakt mit den materiellen Sinnen, die alle zeitweilig sind, weil der Körper selbst zeitweilig ist. Eine befreite Seele ist an nichts Zeitweiligem interessiert. Wie könnte sich eine befreite Seele, die die Glückseligkeit transzendentaler Freude kennt, auf den Genuß falscher Freuden einlassen? Im Padma Purana heißt es:
ramante yogino ’nante
satyanande cid-atmani
iti rama-padenasau
param brahmabhidhiyate
„Die Mystiker schöpfen unbegrenzte transzendentale Freude aus der Absoluten Wahrheit, und daher ist die Höchste Absolute Wahrheit, die Persönlichkeit Gottes, auch als Rama bekannt.“
Auch im Srimad-Bhagavatam (5.5.1) wird gesagt:
nayam deho deha-bhajam nr-loke
kastan kaman arhate vid-bhujam ye
tapo divyam putraka yena sattvam
suddhyed yasmad brahma-saukhyam tv anantam
„Meine lieben Söhne, es gibt keinen Grund, in dieser menschlichen Lebensform sehr schwer für Sinnenfreude zu arbeiten; solche Freuden sind auch den Kotfressern (Schweinen) zugänglich. Vielmehr solltet ihr euch in diesem Leben tapasya auferlegen, durch die euer Dasein geläutert wird, und als Ergebnis werdet ihr imstande sein, grenzenlose transzendentale Glückseligkeit zu genießen.“
Deshalb verspüren wahre yogis und gelehrte Transzendentalisten keinerlei Anziehung zu Sinnenfreuden, die die Ursache fortgesetzten materiellen Daseins sind. Je mehr man an materiellen Freuden hängt, desto mehr wird man von materiellen Leiden gefangen.