yajña-śiṣṭāśinaḥ santo
mucyante sarva-kilbiṣaiḥ
bhuñjate te tv aghaḿ pāpā
ye pacanty ātma-kāraṇāt
yajña-Å›iá¹£á¹a — der Speisen, die nach einer yajña-Darbringung gegessen werden; aÅ›inaḥ — Esser; santaḥ — die Gottgeweihten; mucyante — werden befreit von; sarva — allen Arten von; kilbiá¹£aiḥ — von Sünden; bhuñjate — genießen; te — sie; tu — aber; agham — schwere Sünden; pÄpÄḥ — Sünder; ye — welche; pacanti — bereiten Nahrung zu; Ätma-kÄraṇÄt — für Sinnengenuß.
ERLÄUTERUNG: Die Geweihten des Höchsten Herrn, das heißt diejenigen, die Krsna-bewußt sind, werden santas genannt, und wie in der Brahma-samhita (5.38) erklärt wird, sind sie immer in Liebe mit dem Herrn verbunden: premañjana-cchurita-bhakti-vilocanena santah sadaiva hrdayesu vilokayanti. Die santas, die mit der Höchsten Persönlichkeit Gottes, Govinda (dem Quell aller Freuden), Mukunda (demjenigen, der Befreiung gewährt), oder Krsna (dem Allanziehenden), immer in Liebe verbunden sind, können nichts annehmen, ohne es zuvor dieser Höchsten Person zu opfern. Deshalb führen solche Gottgeweihten ständig yajñas in den verschiedenen Vorgängen des hingebungsvollen Dienstes aus, wie sravanam, kirtanam, smaranam, arcanam usw., und dank dieser Ausführung von yajñas werden sie stets von allen Arten der Verunreinigung durch sündhaften Umgang in der materiellen Welt ferngehalten. Andere, die Nahrung für sich selbst und ihre Sinnenbefriedigung zubereiten, sind nicht nur Diebe, sondern essen auch alle Arten von Sünde. Wie kann ein Mensch glücklich sein, wenn er sowohl ein Dieb als auch ein Sünder ist? Das ist nicht möglich. Damit die Menschen in jeder Hinsicht glücklich werden können, müssen sie darin unterwiesen werden, wie der einfache saṅkirtana-yajña in vollem Krsna-Bewußtsein ausgeführt werden kann. Sonst kann es keinen Frieden und kein Glück auf der Welt geben.