śrī-bhagavān uvāca
kāmyānāḿ karmaṇāḿ nyāsaḿ
sannyāsaḿ kavayo viduḥ
sarva-karma-phala-tyāgaḿ
prāhus tyāgaḿ vicakṣaṇāḥ
Å›rÄ«-bhagavÄn uvÄca — die Höchste Persönlichkeit Gottes sprach; kÄmyÄnÄm — mit Wunsch; karmaṇÄm — der Tätigkeiten; nyÄsam — Entsagung; sannyÄsam — die Lebensstufe der Entsagung; kavayaḥ — die Gelehrten; viduḥ — wissen; sarva — aller; karma — Tätigkeiten; phala — der Ergebnisse; tyÄgam — Entsagung; prÄhuḥ — nennen; tyÄgam — Entsagung; vicaká¹£aṇÄḥ — die Erfahrenen.
ERLÄUTERUNG: Man sollte es aufgeben, etwas nur zu tun, um ein Ergebnis zu bekommen. So lautet die Unterweisung der Bhagavad-gita. Doch Tätigkeiten, die zu fortgeschrittenem spirituellem Wissen führen, sollten nicht aufgegeben werden. Dies wird aus den nächsten Versen klar hervorgehen. In den vedischen Schriften gibt es viele Anweisungen in bezug auf Opferhandlungen, die ausgeführt werden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. So gibt es zum Beispiel Opfer, die ausgeführt werden, weil man sich einen guten Sohn wünscht oder weil man auf höhere Planeten erhoben werden will; doch solche Opfer, die aufgrund materieller Wünsche ausgeführt werden, sollte man aufgeben. Opfer jedoch, die das Herz reinigen und zu Fortschritt in der spirituellen Wissenschaft führen, sollte man nicht aufgeben.