bṛhat-sāma tathā sāmnāḿ
gāyatrī chandasām aham
māsānāḿ mārga-śīrṣo 'ham
ṛtūnāḿ kusumākaraḥ
bá¹›hat-sÄma — der Bá¹›hat-sÄma; tathÄ â€” auch; sÄmnÄm — der Lieder des SÄma Veda; gÄyatrÄ« — die GÄyatrÄ«-Hymnen; chandasÄm — von aller Dichtung; aham — Ich bin; mÄsÄnÄm — von den Monaten; mÄrga-śīrá¹£aḥ — der Monat November-Dezember; aham — Ich bin; á¹›tÅ«nÄm — von allen Jahreszeiten; kusuma-Äkaraḥ — der Frühling.
ERLÄUTERUNG: Der Herr hat bereits erklärt, daß Er von allen Veden der Sama Veda ist. Der Sama Veda ist reich an erlesenen Liedern, die von den verschiedenen Halbgöttern gesungen werden. Eines dieser Lieder ist der Brhat-sama, der eine wunderschöne Melodie hat und um Mitternacht gesungen wird.
Im Sanskrit gibt es genau festgelegte Regeln für die Dichtkunst. Reim und Metrum werden nicht willkürlich verwendet, wie es in der modernen Dichtkunst üblich ist. In der klassischen Poesie ist der Gayatri-mantra, der von den wahrhaft qualifizierten brahmanas gechantet wird, am bedeutendsten. Der Gayatri-mantra wird im Srimad-Bhagavatam erwähnt. Weil der Gayatri-mantra insbesondere zur Erkenntnis Gottes bestimmt ist, repräsentiert er den Höchsten Herrn. Dieser mantra ist für spirituell fortgeschrittene Menschen bestimmt, und wenn man ihn mit Erfolg chantet, kann man auf die transzendentale Ebene des Herrn gelangen. Um den Gayatri-mantra chanten zu können, muß man zunächst die Eigenschaften eines vollkommenen Menschen erwerben, das heißt die Eigenschaften der Tugend in Übereinstimmung mit den Gesetzen der materiellen Natur. Der Gayatri-mantra spielt in der vedischen Zivilisation eine bedeutende Rolle und gilt als die Klanginkarnation des Brahman. Brahma war der erste, der diesen mantra empfing, und von ihm wurde er in der Schülernachfolge herabgereicht.
Der Monat November-Dezember gilt als der beste aller Monate, da in Indien zu dieser Zeit die Getreidefelder abgeerntet werden und die Menschen infolgedessen sehr glücklich sind. Natürlich ist der Frühling überall beliebt, weil es in dieser Jahreszeit weder zu heiß noch zu kalt ist und weil die Blumen und Bäume sprießen und blühen. Im Frühling werden auch viele Zeremonien zum Gedenken an Krsnas Spiele abgehalten; deshalb gilt er als die erfreulichste aller Jahreszeiten und repräsentiert somit den Höchsten Herrn, Krsna.