pāñcajanyaḿ hṛṣīkeśo
devadattaḿ dhanañjayaḥ
pauṇḍraḿ dadhmau mahā-śańkhaḿ
bhīma-karmā vṛkodaraḥ
pÄñcajanyam — das Muschelhorn namens PÄñcajanya; hṛṣīka-īśaḥ — HṛṣīkeÅ›a (Kṛṣṇa, der Herr, der die Sinne der Gottgeweihten lenkt); devadattam — das Muschelhorn namens Devadatta; dhanam-jayaḥ — Dhanañjaya (Arjuna, der Gewinner von Reichtum); pauṇá¸ram — das Muschelhorn namens Pauṇá¸ra; dadhmau — blies; mÄha-Å›aá¹…kham — das furchterregende Muschelhorn; bhÄ«ma-karmÄ â€” jemand, der herkulische Taten vollbringt; vá¹›ka-udaraḥ — der unersättliche Esser (BhÄ«ma).
ERLÄUTERUNG: Sri Krsna wird in diesem Vers als Hrsikesa bezeichnet, weil Er der Eigentümer aller Sinne ist. Die Lebewesen sind winzige Bestandteile von Ihm, und daher sind die Sinne der Lebewesen ebenfalls Bestandteile Seiner Sinne. Die Unpersönlichkeitsanhänger sind unfähig, für die Gegenwart der Sinne des Lebewesens eine befriedigende Erklärung zu geben, und deswegen sind sie immer bestrebt zu behaupten, die Lebewesen besäßen weder Sinne noch Persönlichkeit. Der Herr, der Sich im Herzen aller Lebewesen befindet, lenkt ihre Sinne, aber Er lenkt sie je nach dem Grad ihrer Hingabe. Im Falle eines reinen Gottgeweihten lenkt der Herr die Sinne direkt. Hier auf dem Schlachtfeld von Kuruksetra lenkt der Herr die transzendentalen Sinne Arjunas direkt, und so erklärt es sich, daß Er in diesem Vers als Hrsikesa bezeichnet wird. Der Herr hat verschiedene Namen, je nach Seinen Taten. Zum Beispiel trägt Er den Namen Madhusudana, weil Er den Dämon Madhu tötete; Sein Name ist Govinda, weil Er den Kühen und den Sinnen Freude schenkt; Sein Name ist Vasudeva, weil Er als der Sohn Vasudevas erschien; Sein Name ist Devaki-nandana, weil Er Devaki als Seine Mutter annahm; Sein Name ist Yasoda- nandana, weil Er in Vrndavana Yasoda mit Seinen Kindheitsspielen beglückte, und Sein Name lautet Partha-sarathi, weil Er der Wagenlenker Seines Freundes Arjuna war. In ähnlicher Weise trägt Er den Namen Hrsikesa, weil Er Arjuna auf dem Schlachtfeld von Kuruksetra Führung gab.
Arjuna wird in diesem Vers als Dhanañjaya bezeichnet, weil er seinem älteren Bruder, der König war, dabei half, Reichtum zusammenzutragen, als dieser mit großem Aufwand verschiedene Opfer durchführen wollte. Was Bhima betrifft, so ist er als Vrkodara bekannt, weil er Mengen essen konnte, die ebenso erstaunlich waren wie seine herkulischen Taten, wie zum Beispiel das Töten des Dämons Hidimba. So war der Klang der Muschelhörner, die die verschiedenen Persönlichkeiten auf seiten der Pandavas bliesen, angefangen mit dem Muschelhorn des Herrn, für die kampfbereiten Soldaten sehr ermutigend. Die Gegenseite erfreute sich keiner solcher Begünstigungen, auch nicht der Gegenwart Sri Krsnas, des höchsten Lenkers, und auch nicht der Gegenwart der Glücksgöttin. So war es den Kurus vorherbestimmt, die Schlacht zu verlieren – das war die Botschaft, die der Klang der Muschelhörner verkündete.